Haltungs-Tipps
 
 
Hier ein paar Haltungstipps:

Haltung:

Wellensittiche sollten mindestens zu Zweit gehalten werden. Diese Vögel sind Schwarmtiere und werden auch als Paar oder in Gruppen zahm. Es benötigt einer Eingewöhnungszeit, etwas Geduld und Zeit.
Es ist auch nicht immer jemand zu Hause, sei es nur zum Einkaufen, oder wegen der Schule und Arbeit, dann ist ein Welli alleine und es schleichen sich gern Verhaltensstörungen ein.

Hier zwei Fotos als Beispiel:




Oft werde ich gefragt ob denn der Welli handzahm ist. 
Was versteht denn der Einzelne unter handzahmem Welli? Dass er bei betreten des Raumes einem gleich auf die Schulter geflogen kommt?
Ich bezeichne unsere Wellis lieber als an die Hand gewöhnt. Sie sind nicht schüchtern, knabbern schon mal Kolbenhirse aus der Hand oder auch mal an den Fingern.
Dabei gilt, auch der Welli muss Lust dazu haben. Wenn er sich gerade lieber putzen oder schlafen will, dann hilft oft auch die verlockenste Kolbenhirse nichts.

Dann kommt es auch noch auf die Zeit an die es uns möglich ist mit seinen Wellis zu verbringen. Wellis mit denen sich nur eine halbe Stunde am Tag beschäftigt wird, sind wahrscheinlich nicht so zahm wie welche die mehrere Stunden am Tag mit einbezogen werden. 
Auch wichtig ist es wo der Käfig platziert wird. Ist es ein Raum in dem sich viel aufgehalten wird und die Wellis Freiflug haben, dann kommt es schon mal vor, dass ein Welli sich bei den Hausaufgaben beteiligt oder den Couchtisch in beschlag nimmt.

Jeder Wellensittich hat dabei seine eigene Persönlichkeit. Der eine ist mehr schüchtern und braucht länger bis er auftaut, ein anderer ist ein richtiger Draufgänger und wieder ein anderer ist mehr verspielt oder neugieriger.
Mit der Zeit lernt man dann so ihre Vorlieben und ihr Wesen kennen.

Ernährung:

Als Grundfutter dient eine Körnermischung aus verschiedenen Hirsen, Saaten 
und Samen
(wie in Zoohandlungen erhältlich).  
        
Kolbenhirse nehme ich dabei gerne als Leckerli alle paar Tage. 
Mit der Hand gefüttert ist sie gut um "das Eis zu brechen" und den Welli nach einer Eingewöhnungszeit mit der Hand vertraut zu machen.
        
Zusätzlich sollte frisches Obst und Gemüse gefüttert werden, wie z.B. Karotten, 
Äpfel, Kiwi, Orange und auch  Löwenzahn, Golliwoog, Gänseblümchen und vieles 
mehr. 
Dabei immer auf möglichst ungespritzte Früchte und Gräser achten!

Hier ein Beispiel mit Karotte und Brokkoli:
        

Außerdem benötigen die Wellensittiche Mineralien wie z.B. über Sepiaschalen, 
Kalksteine (diese werden auch zum Schnabelwetzen genutzt) und Sand (zur
Unterstützung der Verdauung)


Unterbringung:

Mindestens sollte ein Käfig 1,0 x 0,6 x 0,6 m groß sein (je Paar sollte sich die 
Größe um 50% vergrößern). Täglicher Freiflug benötigen die Wellensittiche dabei 
auf jeden Fall. Dazu ist es gut, an einem geeigneten Platz einen kleinen "Spielbaum/Spielplatz" aufzustellen.


Als Einstreu eignet sich am besten Buchenholzgranulat, da es nich so staubt wie 
Sand oder Sägespäne. Außerdem bleibt es gut innerhalb des Käfigs bzw. Voliere 
und lässt sich ansonsten gut zusammen kehren.

        

Den Käfig/Voliere mit Spielzeug und am besten Naturästen ausstatten. Es sollten 
in jedem Fall unterschiedlich dicke Sitzmöglichkeiten vorhanden sein.



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